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Basteleien & Gedanken

Kohlefaserrute im Antennenbau

Meine nächstes Projekt ist ein drehbare Dipol, oder besser gesagt, eine drehbare „Dublet“ von ungefähr 12m und Multibandbetrieb. Speisung erfolgt mit 450 Ohm oder 300 Ohm Bandleitung. Was ich aber ausprobieren möchte, ist die verwendung von Kohlefaserruten anstelle von Glasfaser. Die Gewichtseinsparung wäre enorm. Im WWW liest man nur negatives, vieles wird aber weitergegeben ohne eigene Erfahrungen. Ich habe folgendes im Netz gefunden:

Kohlefaserrohr Schirmt den Antennenstrahler ab, da kommt nichts durch.

Funktioniert nicht.

Geht nicht.

Schlechte Erfahrungen, aber ohne Beschreibung der Antenne.  etc.

Eine Positive Meldung kommt von GW4JKR, Welcher eine Vertikalantenne aus Kohlefaser betreibt und das sogar direkt gespeist.  Bilder und Beschreibung findet man HIER.

Ein anderer OM aus DL hat mir mitgeteilt das ein Dipol wie ich ihn bauen möchte, schon seit Jahren tadellos auf seinem Dach funktioniert. Bei seiner Antenne verläuft der Antennendraht im innern der Kohlefaserrute (KFR)

Diese Methode möchte ich bei meinem Dipol anwenden. Bevor es an den Bau der Antenne geht möchte ich aber zuerst ein paar Messungen machen. Als erstes möchte ich die Aussage überprüfen das ein Kohlefaserrrohr die Antenne abschirmt.

Dazu werde ich bei meinem Feldstärkemesser die Antenne mit einem KF Rohr abschirmen und die Abstrahlung irgend einer Antenne messen und vergleichen.

20140917_170535

Dies hier ist der einfache Feldstärkemesser den ich mir gebaut habe. Es handelt sich um eine Modul, welches auf ein normales Digital Multi Meter aufgesteckt wird. Die Skala 200mV wird für die Anzeige der Feldstärke verwendet.

MESSUNGEN

Wer misst, misst Mist 🙂 aber irgendwas muss ich ja messen um gewisse Aussagen überprüfen zu können.

Die erste Aussag welche ich überprüfen will ist folgende: Das Kohlefaserrrohr schirmt den Antennenstrahler ab.

Wenn das zutreffen sollte kann ich meine Experimente an dieser Stelle abbrechen.

Der „Messaufbau“ sieht folgendermaßen aus:

Antenne: Vertikaler endgespeister Halbwellenstrahler für 40-20-10m

Messgerät: Feldstärkemesser mit Teleskopantenne

Sender: KX3 10 Watt

Die wichtigste Eigenschaft einer Antenne ist, aus meiner Sicht, das sie strahlt, und das kann man am einfachsten mit einem Feldstärkemesser überprüfen. Die erste Messung habe ich ohne Antenne am Messgerät ausgeführt um Direkteinstrahlung in das Messgerät auszuschliessen

.20140930_084938

EMPFANG

Die zweite Messung wird mit ausgezogener, nicht abgeschirmter Teleskopantenne vorgenommen, das heisst, eine Abschirmung ist vorhanden, und zwar in Form eines Silikonschlauchs welcher über die Teleskopantenne gestülpt wurde, dieser verhindert bei der späteren Messung den direkten Kontakt der Antenne zum Kohlefaserrohr.

Das Messgerät zeigte einen Wert von 4,1 an.

Vor der zweiten Messung wird das Kohlefaserrohr über die Antenne gestülpt. Der Messaufbau wird sonst in keiner weise verändert.

Diese Messung ergab einen Wert von 4,8

SENDEN

Nun wurden die Messungen umgekehrt gemacht, das heißt, statt der Empfangsantenne, wurde die Sendeantenne abgeschirmt.

Die Messung ergab mit „nackter Antenne einen Wert von 3,6

Mit Kohlefaserabschirmung 4,3

20140930_08542420140930_085527

Die Aussage das ein Kolefaserrohr den Antennenstrahler „abschirmt“ kann ich nicht bestätigen. Ich kann aber auch nicht erklären warum der Messwert mit Kohlefaserrohr höher ist.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 30 September 2014 von in Senza categoria.
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